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Spezialist für den Säure-Basen-Haushalt

Diagnose und Behandlung

Eine chronische Übersäuerung entwickelt sich im Körper meistens langsam und zunächst unbemerkt. Treten Beschwerden auf oder ist das persönliche Wohlbefinden dauerhaft gestört, so lassen sich die Ursachen häufig nicht einfach einer Störung des Säure-Basen-Haushalts zuordnen. Die Beschwerden sind häufig untypisch und weisen nur schwer auf eine Übersäuerung hin.

Die Intensität einer Übersäuerung wird in 6 Säuregraden unterteilt:

1. Idealzustand

Optimales Gleichgewicht von Säure und Basen

2. Versteckte Übersäuerung (latente Azidose)

Die Blut-pH-Werte weisen noch keine negative Veränderung auf, jedoch sind die Pufferzonen bereits mit Säureresten gefüllt

3. Vorübergehende Übersäuerung (akute Azidose)

Negative Veränderungen im pH-Wert werden zum Beispiel durch Infektionskrankheiten hervorgerufen.

4. Chronische Übersäuerung (chronische Azidose)

Auftreten von klaren Krankheitsbildern wie z. B. Rheuma

5. Örtliche Übersäuerung (lokale Azidose)

Krankheiten wie z.B. Herzinfarkt und Schlaganfall. Ursachen liegen in Durchblutungsstörungen (Säurestarre der roten Blutkörperchen), Arteriosklerose, etc.

6. Säuretod

Nierenversagen, Krebs, Infarkt oder Zuckerkoma

Allerdings lässt sich eine solche Kategorisierung nur von sachkundigen Ärzten durchführen. Sollte also bereits Störungen oder Krankheiten vorliegen, ist eine eingehende Untersuchung hinsichtlich des Säure-Basen-Haushaltes empfehlenswert.

Schwere Stoffwechselstörungen wie Nierenversagen, diabetisches Koma oder schwerem Durchfall  führen oftmals zu einer starken Störung des Säure-Basen-Haushalts und müssen entsprechend behandelt werden.

Ebenso kann das zu geringe Ausatmen von Kohlendioxid durch weniges oder zu flaches atmen, wie z.B. bei Asthma zu atmungsbedingten Übersäuerungen führen.

Folgende Möglichkeiten einer ph-Diagnose bestehen:

Urin-Test

Der einfachste und leichteste Weg einer Übersäuerungs-Diagnose ist ein Urin-Test. Dabei wird der pH-Wert des Urins mit Hilfe von einfachen pH-Teststreifen (Basenshop / Apotheke) gemessen. Diesen Test kann man gut alleine durchführen, man kann ihn jedoch auch von einem Arzt untersuchen lassen.

Allerdings ist unbedingt darauf zu achten, dass eine einmalige Messung nicht aussagefähig ist, da der pH-Wert des Urins am Tag stark schwankt. Die Messwerte können zwischen einem pH-Wert von 5 bis 8 schwanken.

Um ein aussagfähiges Messergebnis zu erhalten, sollte man den Urintest 5 mal täglich über 5 Tage und möglichst immer zu den gleichen Zeiten durchführen, denn der Urin-pH-Wert weißt während des Tagesverlaufs große Schwankungen auf. Die Werte können sich unter Umständen von morgens  pH 5 bis nach dem Mittagessen pH 8 bewegen. Jedoch sollte im Tagesverlauf der pH-Wert des Urins meistens über 7 liegen.   

Liegt der pH-Wert des Urins bei den Messungen am Tag meistens unterhalb von 6,5, so ist der Körper übersäuert

Blut-Test

Zur Sicherheit kann nach diesem ersten Test auch noch von einem Arzt ein Blut-Test durchgeführt werden. Alternativ kann auch sofort ein Blut-Test Aufschluss über eine Übersäuerung geben.

Beim Blut-Test werden die Pufferreserven im Blut gemessen. Das Puffersystem hat die Aufgabe im Blut den pH-Wert neutral zu halten. Dies geschieht je nach dem durch Ausschütten von Säuren oder Basen.

Ist das Puffersystem geschwächt, kommt es zu einem unausgeglichenen Säure-Basen-Gleichgewicht.

Speicheltest

Alternativ zum Urin-Test kann auch über einen einfachen Speicheltest der pH-Wert festgestellt werden. Dies wird häufig auch zur Bestimmung des Kariesrisikos bei Kindern vorgenommen.

Allerdings sollte aus Gründen der Genauigkeit Aussagefähigkeit ein Urin-Test dem Speicheltest vorgezogen werden. Ein Speicheltest kann jedoch zumindest einen grobe Anhaltswert bestimmen. Hier ist darauf zu achten, dass die Teststreifen möglichst nicht aus Papier bestehen, sondern Kunststoff. Bei Papier verläuft die Farbe durch die Flüssigkeit und ist danach nur schwer zu definieren. 


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